Ich bin nicht Grün, aber ...

Version 5.1 von Volker Kaltschmidt am 2026/03/13 16:14

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Tags: Nachhaltigkeit, Konsum, Umwelt, Alltag, Gesellschaft, Plastikmüll, Gewohnheiten, Ressourcen

Brauchen wir das wirklich? – Über Gewohnheiten, Komfort und ein paar unbequeme Fragen

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Ich bin nicht Grün, aber …

Brauchen wir wirklich elektrische Zahnbürsten?  
Brauchen wir wirklich Kaffeepads aus Aluminium?

Diese Fragen wirken im ersten Moment banal. Aber sie stehen für etwas Größeres: unseren Alltag.

Ich zähle mich zur ganz normalen Allgemeinheit. Zum Durchschnittsbürger, der morgens aufsteht, zur Arbeit geht und abends froh ist, nach getaner Arbeit und vielleicht noch einem Hobby auf der Couch zu sitzen. Fernbedienung in der Hand. Feierabend.

Ich bin kein Klimaaktivist. Und ich habe auch nicht vor, einer zu werden. Zumindest im Moment nicht.

Trotzdem fällt mir auf, dass wir als Gesellschaft auf Entwicklungen zusteuern, die uns früher oder später alle betreffen werden.

Und vielleicht beginnt die Veränderung nicht in der großen Politik, sondern im ganz normalen Alltag.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier.

Wenn etwas einmal Teil unseres Alltags geworden ist, fällt es uns unglaublich schwer, diese Gewohnheit wieder abzulegen.

Das betrifft kleine Dinge genauso wie große.

Die morgendliche Kaffeemaschine.  
Das Auto für kurze Strecken.  
Die Plastiktüte im Supermarkt.  
Die elektrische Zahnbürste.

Einmal eingeführt, wird Komfort schnell zur Selbstverständlichkeit.

Aber genau hier liegt das Problem: Viele unserer Gewohnheiten basieren auf Ressourcen, die nicht unbegrenzt verfügbar sind.

Was passiert, wenn wir nichts ändern?

Wenn wir genauso weitermachen wie bisher, werden sich Dinge verändern – ob wir wollen oder nicht.

Klimaveränderungen, gestörte Nahrungsketten oder knapper werdende Ressourcen werden irgendwann unseren Alltag beeinflussen.

Dann verlieren wir unsere Gewohnheiten nicht freiwillig.

Sondern weil wir dazu gezwungen werden.

Wenn Landwirtschaft unter veränderten Bedingungen schwieriger wird oder bestimmte Rohstoffe knapp werden, müssen wir Alternativen finden.

Der Mensch wird Lösungen entwickeln – da bin ich mir ziemlich sicher.

Aber oft finden wir diese Lösungen erst dann, wenn der Druck bereits sehr groß geworden ist.

Und nicht jede Alternative fühlt sich wirklich nach Fortschritt an.

Wäre eine frühere Veränderung nicht einfacher?

Vielleicht wäre es klüger, manche Gewohnheiten schon jetzt zu hinterfragen.

Nicht radikal.  
Nicht ideologisch.  
Und schon gar nicht von heute auf morgen.

Sondern Schritt für Schritt.

So, dass wir die Veränderungen selbst gestalten können – und nicht erst reagieren müssen, wenn sie uns aufgezwungen werden.

Ich rufe hier niemanden dazu auf, plötzlich Veganer zu werden.  
Ich fordere auch nicht, dass jeder sofort ein Elektroauto fahren muss.

Aber ein paar einfache Fragen sollten erlaubt sein.

Ein paar einfache Fragen

Ich bin nicht Grün, aber …

  • Brauchen wir wirklich elektrische Zahnbürsten?
  • Brauchen wir wirklich Kaffeepads aus Aluminium?
  • Brauchen wir beim Einkaufen Plastiktüten?
  • Was ist mit Plastikflaschen?
  • Was ist mit dem ganzen Müll – besonders Plastikmüll?
  • Was ist mit den Tonnen an Lebensmitteln, die weggeworfen werden, nur weil sie nicht der Norm entsprechen?

Vielleicht lohnt es sich, darüber nachzudenken.

Kleine Veränderungen, große Wirkung

Für den Einzelnen sind viele dieser Veränderungen eigentlich klein.

Eine andere Zahnbürste.  
Eine andere Kaffeemaschine.  
Eine Stofftasche beim Einkaufen.

Aber wenn Millionen Menschen solche Entscheidungen treffen, entsteht daraus etwas Großes.

In der Summe der Menschheit wird aus kleinen Schritten schnell ein Himalaya.

Ich bin nicht Grün, aber …

Ich glaube nicht, dass wir alle zu Aktivisten werden müssen.

Aber ich glaube, dass jeder von uns Verantwortung trägt – zumindest ein kleines Stück.

Nicht für die ganze Welt.

Aber für das, was wir jeden Tag tun.

Vielleicht beginnt Veränderung genau dort.

Im Alltag.